Kraft.Quelle.Baum. die stille Macht der Natur gleich ums Eck

Der Kraft-Quelle-Baum Wanderweg ist weit mehr als ein Rundweg durch das idyllische Mühlviertel – er ist eine Einladung, sich mit der tiefen Weisheit der Natur zu verbinden und die Heilkraft der Bäume zu erleben. Was einst als 59 Kilometer langer Pfad begann, wurde nun auf 65 Kilometer erweitert und führt erstmals über die Grenze zu unseren tschechischen Nachbarn.

Entlang der Route informieren über 30 liebevoll gestaltete Tafeln über die Heilkraft, Mythologie und Wirkungen verschiedenster Bäume. Die Baumheilkunde setzt auf die Lebenskraft der Bäume selbst – ihre Rinde, Blätter, Blüten und Wurzeln finden Anwendung in der Volksheilkunde, Homöopathie, Bachblütentherapie und der Traditionellen Europäischen Medizin.

Die Route

Folgt man der Wegmarkierung mit dem Eichenblatt, beginnt die Reise am Hansberg und führt über St. Veit zur Ruine Waxenberg, wo sich ein weiter Blick über das Mühlviertel bis nach Tschechien eröffnet. Weiter geht es zur Burg Piberstein, einem Ort voller Geschichte.

Die nächsten Etappen bringen Wanderer zur Steinernen Mühl, die mit ihrem sanften Wasserfluss beruhigend wirkt, und zur Waldkapelle Maria Rast, einem Kraftort der Stille. Entlang des Nordwaldkammweges erreicht man St. Stefan, wo der Wendenstein seine mystische Energie entfaltet.

Dank der Unterstützung durch eine Interreg-Förderung konnte der Verein Hansbergland den Wanderweg über die Grenze nach Tschechien erweitern. Besonders eindrucksvoll ist der Besuch des ehemaligen Ortes Multerberg, dessen Geschichte tief berührt: Zwischen 1946 und 1948 wurden die Bewohner vertrieben, die Siedlung lag später im Sperrgebiet des Eisernen Vorhangs und wurde vollständig aufgelöst. Heute erinnern Infotafeln und Ortschilder an das verschwundene Dorf – ein Ort, an dem die Natur sich alles zurückgeholt hat.

Ein besonderes Erlebnis bietet das Tal der Großen Mühl, wo die Natur ihre Ursprünglichkeit bewahrt hat. Hier überquert man den Fluss und setzt die Reise über Neudorf und den historischen Unterkagererhof fort. Die letzte Etappe durch die sanften Wiesen- und Waldwege bringt die Wandernden zurück zum Ausgangspunkt am Hansberg, bereichert mit neuen Eindrücken und innerer Gelassenheit.

Verschiedene Sehenswürdigkeiten laden immer wieder zu Besichtigungen und zum Verweilen ein. Zum Teil sind sie frei zugänglich, wie die Burgruine Waxenberg und der Wendenstein. Wenn man eine Führung und Besichtigung (Burg Piberstein, Denkmalhof Unterkagererhof) unternehmen möcht muss man vorher Kontakt mit den zuständigen Betreibern aufnehmen und einen Termin vereinbaren.

Gerade im Herbst entfaltet der Kraft-Quelle-Baum Wanderweg seine volle Magie: Wenn sich das Mühlviertel in warmen Farben kleidet und die klare Luft zum Durchatmen einlädt, wird jeder Schritt zur wohltuenden Auszeit. Die Kombination aus Naturerlebnis, kulturellen Stationen und stillen Kraftorten macht den Weg zur idealen Herbstaktivität – für alle, die Bewegung, Besinnung und Entschleunigung miteinander verbinden möchten.

Mehr Infos zur Route findet man auf der Website von Mühlviertel Tourismus

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